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Rechtliche Aspekte Online-Krankschreibung: Was Du wissen musst

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  • 23. März
  • 3 Min. Lesezeit

In der heutigen digitalen Welt wird vieles einfacher und schneller – auch der Gang zum Arzt. Online-Krankschreibungen sind ein Beispiel dafür, wie sich die medizinische Versorgung verändert. Du kannst heute bequem von zu Hause aus einen Arzt kontaktieren und bei Bedarf eine Krankschreibung erhalten. Doch wie funktioniert das genau? Und vor allem: Sind solche Online-Atteste wirklich gültig? In diesem Beitrag erkläre ich Dir alles Wichtige rund um das Thema Online-Krankschreibung.


Rechtliche Aspekte Online-Krankschreibung


Die rechtlichen Grundlagen für Online-Krankschreibungen haben sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Früher war eine Krankschreibung nur nach einem persönlichen Arztbesuch möglich. Seit 2021 ist es jedoch erlaubt, dass Ärzte Patienten auch per Video oder Online-Konsultation krankschreiben. Das bedeutet, Du musst nicht mehr zwingend in die Praxis gehen, um eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu bekommen.


Dabei gelten klare Regeln: Der Arzt muss Dich persönlich sehen und Deine Beschwerden nachvollziehen können. Eine reine telefonische Krankschreibung ist in der Regel nicht zulässig. Die Online-Krankschreibung ist also an eine echte ärztliche Untersuchung gekoppelt – nur eben digital.


Wichtig ist auch, dass die Krankschreibung den gleichen rechtlichen Status hat wie ein klassisches Attest aus der Praxis. Das heißt, Dein Arbeitgeber und die Krankenkasse müssen das Dokument anerkennen. So kannst Du sicher sein, dass Du mit einer Online-Krankschreibung keine Nachteile hast.


Eye-level view of a laptop showing a video call with a doctor
Online-Arztbesuch am Laptop

Online-Arztbesuch: So funktioniert die digitale Krankschreibung


Wie funktioniert die Online-Krankschreibung praktisch?


Der Ablauf einer Online-Krankschreibung ist einfach und bequem. Du suchst Dir eine Plattform oder einen Arzt, der Online-Konsultationen anbietet. Dort buchst Du einen Termin oder kannst oft auch spontan einen Arzt kontaktieren. Während des Videochats schilderst Du Deine Symptome und der Arzt stellt eine Diagnose.


Wenn der Arzt feststellt, dass Du arbeitsunfähig bist, stellt er Dir eine Krankschreibung aus. Diese bekommst Du meist als PDF per E-Mail oder direkt über die Plattform. Du kannst das Dokument dann ausdrucken oder digital an Deinen Arbeitgeber und die Krankenkasse weiterleiten.


Ein großer Vorteil ist die Zeitersparnis. Du musst nicht mehr in der Praxis warten oder extra einen Termin vor Ort wahrnehmen. Gerade bei leichten Erkrankungen oder wenn Du Dich nicht gut fühlst, ist das eine enorme Erleichterung.


Hier ein kurzer Überblick zum Ablauf:


  1. Online-Arzt auswählen und Termin buchen

  2. Videochat mit dem Arzt

  3. Symptome schildern und Diagnose erhalten

  4. Krankschreibung digital erhalten

  5. Krankschreibung an Arbeitgeber und Krankenkasse weiterleiten


Close-up view of a smartphone displaying a digital medical certificate
Digitale Krankschreibung auf dem Smartphone

Digitale Krankschreibung direkt auf dem Smartphone empfangen


Sind online ausgestellte ärztliche Atteste gültig?


Diese Frage ist für viele wichtig. Die Antwort ist: Ja, online ausgestellte ärztliche Atteste sind gültig, wenn sie von einem zugelassenen Arzt nach einer persönlichen Untersuchung ausgestellt wurden. Die gesetzlichen Krankenkassen und Arbeitgeber müssen diese Atteste anerkennen.


Die Voraussetzung ist, dass die Untersuchung per Video erfolgt und der Arzt Deine Beschwerden beurteilen kann. Eine reine Ferndiagnose ohne Kontakt ist nicht zulässig. Außerdem muss das Attest alle notwendigen Angaben enthalten, wie Name, Diagnose, Dauer der Arbeitsunfähigkeit und Unterschrift des Arztes.


Wenn Du eine krankschreibung online gültig erhalten möchtest, solltest Du darauf achten, dass die Plattform seriös ist und die Ärzte entsprechend qualifiziert sind. Nur so kannst Du sicher sein, dass Dein Attest auch wirklich anerkannt wird.


Vorteile und Grenzen der Online-Krankschreibung


Die Online-Krankschreibung bringt viele Vorteile mit sich:


  • Schnelligkeit: Du bekommst schnell eine ärztliche Einschätzung und das Attest.

  • Bequemlichkeit: Kein Weg in die Praxis, keine Wartezeiten.

  • Flexibilität: Termine oft auch außerhalb der üblichen Sprechzeiten möglich.

  • Sicherheit: Gerade in Zeiten von Infektionsrisiken vermeidest Du Kontakte.


Trotzdem gibt es auch Grenzen. Nicht jede Erkrankung lässt sich online sicher beurteilen. Bei schweren oder unklaren Symptomen ist ein persönlicher Arztbesuch oft unverzichtbar. Auch bei bestimmten Untersuchungen oder Therapien ist der direkte Kontakt notwendig.


Außerdem akzeptieren manche Arbeitgeber oder Versicherungen noch nicht alle Formen der Online-Krankschreibung. Hier lohnt es sich, vorher nachzufragen oder auf etablierte Anbieter zu setzen.


Tipps für die Nutzung von Online-Krankschreibungen


Wenn Du eine Online-Krankschreibung nutzen möchtest, beachte folgende Punkte:


  • Wähle eine seriöse Plattform: Achte auf Bewertungen und Zertifikate.

  • Bereite Dich gut vor: Notiere Deine Symptome und Fragen vor dem Termin.

  • Sei ehrlich und genau: Nur so kann der Arzt eine richtige Diagnose stellen.

  • Speichere das Attest sicher: Du brauchst es für Arbeitgeber und Krankenkasse.

  • Informiere Deinen Arbeitgeber frühzeitig: So vermeidest Du Missverständnisse.


Online-Krankschreibungen sind eine praktische Ergänzung zur klassischen Versorgung. Sie helfen Dir, schnell und unkompliziert ärztliche Hilfe zu bekommen, wenn Du sie brauchst.



Online-Krankschreibungen sind heute eine anerkannte und praktische Möglichkeit, um bei Krankheit schnell eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu erhalten. Sie bieten Dir Flexibilität und Komfort, ohne auf die notwendige ärztliche Untersuchung zu verzichten. Wenn Du die rechtlichen Rahmenbedingungen kennst und eine seriöse Plattform nutzt, kannst Du die Vorteile der digitalen Medizin voll ausschöpfen. So wird der Weg zur Krankschreibung einfacher und sicherer.

 
 
 

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